Blick heben! Ja, sollte man öfter machen

Heute war ich in Sachen „Wenn der Weihnachtsmarkt erwacht“ unterwegs und „stolperte“ praktisch über diesen Schriftzug auf der Straße. Den habe ich zwar schon öfter gesehen, aber diesmal dachte ich: „Mensch an der Aussage ist echt was dran, macht man schließlich viel zu selten. Fotografier also mal!“ 

"Blick heben" 
Ein paar Schritte weiter kam mir dann der Gedanke: „Sag mal, bist du eigentlich blöd? Da steht „Blick heben“. Du überlegst auch noch, wie passend du diese Aufforderung findest und was machst du? Fotografierst und gehst weiter.“
-kopfschüttel-  
Also zurück. Blick gehoben. Wieder fotografiert. 

Und einen ganz tollen Blick auf St. Aposteln erhalten. Du siehst, diese Aufforderung macht also Sinn … und nachdenklich. 

"Blick heben" auf St. Aposteln am Neumarkt
Wieder einmal mehr ist mir bewusst geworden, wie schnell wir unterwegs sind. Wie selten wir die Gegend, in der wir uns befinden auch wirklich wahrnehmen. Allzu oft sind wir mit den Gedanken doch irgendwo anders, oder?

Nun gebe ich mir schon wirklich Mühe, achtsam durch die Stadt zu laufen. Zumindest meistens. Ich habe extra meinen Fotoapparat dabei, um auch ganz bewusst auf meine Umgebung zu achten.

Jetzt überlege ich, ob es nicht eine interessante Übung wäre, wenn ich meine Köln- Spaziergänge mal von vornherein unter ein bestimmtes Motto stelle. Wie eben beispielsweise einen Hebe-deinen-Blick-Spaziergang

oder einen

>>> Suche-alte-Werbung-im-Veedel-Rundgang
>>> Achte-auf-Spiegelungen-Ausflug (Nur mal so nebenbei: Das bekommt ein Facebook-Freund von mir übrigens ganz toll hin >>> Spiegelung von Cologne Photography)

Zum Schluss noch für Fortgeschrittene:

>>> einen Was-hat-sich-in-der-Nachbarschaft-verändert-Streifzug 

Natürlich nicht immer. Schließlich ist es auch schön, aufmerksam durch die Stadt zu gehen und sich einfach überraschen zu lassen.

Und momentan ist doch ein ganz toller Zeitpunkt zum Üben, denn wer es in dieser hektischen Vorweihnachtszeit schafft, achtsam durch die Stadt zu gehen, der schafft das auch in der übrigen Zeit. Zumindest ist er auf einem guten Weg.

>>> Blick gehoben auf dem Weihnachtsmarkt (klappt natürlich besser wenn er leer ist):










Diese Blick-heben-Sache existiert übrigens schon seit dem Jahr 2000. Zwar wusste ich, dass diese Schriftzüge schon eine ganze Weile in Köln zu finden sind. Dass es schon 15 Jahre sind, hätte ich jetzt aber nicht gedacht.

>>> Man achtet halt nicht so drauf, ne ;) (Ironie aus)

Hier gibt es den passenden Link >>> http://www.blick-heben.de/idee/

Auf jeden Fall haben diese Aufforderungen in den 15 Jahren kein bisschen an Aktualität verloren. Im Gegenteil. Denn eigentlich ist es doch so, dass es von Jahr zu Jahr immer schneller und schneller und immer hektischer und hektischer zugeht. Oder?





Kommentare:

  1. Das Problem ist mir sehr gut bekannt. Deswegen gibt es im Hirn einen Motivsuche-Modus. Dann nimmt man seine Umgebung ganz anders wahr. Als hätte man etwas eingeworfen...
    Nachteil: Man erkennt seine eigenen Verwandten nicht mehr!!!

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  2. Du hast recht. Das mit den Verwandten kommt mir bekannt vor :)

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  3. "Hirn einen Motivsuche-Modus"...ha,ha !

    Tatsächlich ein blöder aber kaum auszuschaltender Zustand.Passiert dauernd.
    Das schlimme ist nur, man kann das "das kleine schwarze DING" ja nicht immer dabei haben.
    Das kommt zwar selten vor, aber es kann passieren.

    Meine Umhängetaschen werden eh immer größer u. schwerer und
    an meinen Blousons weiten sich die Taschen immer mehr.

    Beim Weggehen bzw. Anziehen, kommt dann oft die Frage aus dem "OFF"
    "Watt nimmst'de da eijentlisch widder alles mit"

    Wat do drinnen es, verzällen isch he suwiesu nit ;))
    Was Damenhandtaschen so alles beinhalten, weiß auch keine Sau.
    Man kann es nur ahnen. (Darüber gibt es einen sehr lustigen Sketch von Dieter Nuhr)

    Also kurz gesagt, es geht manches tolle Motiv verloren, weil
    man das "KLEINE SCHWARZE" mit den geliebten 16.1 MG Pixel und 16xZOOM gerade nicht dabei hatte.

    Und man wird fast bekloppt dadrübber, weil man tatsächlich glaubt zu wissen,
    das war ein einmaliges Motiv, dat kütt niemieh widder.
    Dat hät noch keine andere Minsch esu jesinn ! Nur isch !!!
    He küss'de och niehmieh widder hin....;))

    Hührt sich vielleich överdroven aan, et ees ävver wirklisch esu.

    Rheinischer Beobachter....Grüße an dich un naturelement an dich liebe Moni !
    .......Kumm jood erövver....rötsche muss nit unbedingk sinn.;)

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