Spaziergang durch Neu Ehrenfeld - vom „Tinteveedel“ zum „Chineseveedel“

Ich beginne meinen Spaziergang durch Neu Ehrenfeld an der Annakirche am Christine-Teusch-Platz. Da ich im Sommer fotografiert habe, hatte ich vor lauter Bäumen keinen richtigen Blick auf die Kirche.
Was ich persönlich allerdings als gutes Zeichen sehe, zeigt es doch, dass diese Gegend  noch zu den gemütlichen grünen Fleckchen in Köln gehört. 

Sommerlicher Blick auf die Annakirche am Christine-Teusch-Platz


Der Platz auf dem die Kirche steht ist nach der ehemaligen Lehrerin und späteren Kultusministerin Christine Teusch benannt, die im Haus Schirmerstr. 29 wohnte.

Das Viertel um die Kirche herum, und vor allem die Eichendorffstraße, wird auch heute noch „Tinteveedel“ (Tintenviertel) genannt, weil hier früher vorwiegend Beamte, also „Schreibtischtäter“, gewohnt haben.

Gedenktafel an der Hauswand Schirmerstraße
Geht man die Eichendorffstraße lang, lohnt es sich hin und wieder mal einen Blick nach oben zu werfen.

Hauswand Eichendorffstraße

Hauswand Neu Ehrenfeld

Neu Ehrenfeld Eichendorffstraße

Nach einem kleinen (oder größeren) Zwischenstopp im Café Franck am Ehrenfeldgürtel geht es weiter bis zum Lenauplatz. 


Café Franck am Ehrenfeldgürtel

Der Lenauplatz ist nach dem österreichischen Schriftsteller und Dichter Nikolaus Lenau benannt. Mitten auf dem Platz steht ein Brunnen, auf dem die zwei Lausbuben Max und Moritz rumtoben.
Gestiftet wurde der Brunnen 1960 von der Bürgervereinigung Köln-Ehrenfeld.

Max-und-Moritz-Brunnen auf dem Lenauplatz

Der Lenauplatz und die angrenzenden Straßen sind übrigens auch Aufstellort des Ehrenfelder Veedelszochs. 
Der größte der Kölner Stadtteilumzüge zieht seit 1954 jedes Jahr am Karnevalsdienstag durch die Straßen Ehrenfelds.

Chineseveedel

Der Takuplatz ist momentan einfach nur ein zugewucherter und ziemlich unattraktiver Platz. O.k. er ist grün. Aber man könnte mehr daraus machen (kennt man ja irgendwie von Kölner Plätzen). 
Das Interessante ist die Geschichte, die hinter seinem Namen und den Namen der umgrenzenden Straßen steckt. 

Takuplatz im Sommer


An einer der Hauswände am Takuplatz hängen Tafeln, die auf das geschichtliche Ereignis hinweisen.


Gedenktafel Chinesen-Veedel


Gedenktafel am Takuplatz



Kommentare:

  1. Wunderschöner Jugendstil. Eine Schande, dass manche Plätze so hässlich sind und nur den Autos dienen.
    LG, Ingrid

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Tja, Köln und seine Plätze. Das ist wohl ein Kapitel für sich.

      Löschen