Buchvorstellung: Mäht nix! Das Kölsche Glücksgesetz

Birgit Maifeld beweist in ihrem Buch, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen den Ergebnissen aus der Glücksforschung und etwas, das der Kölner schon immer hatte – dem rheinischen Frohsinn.


Als ich das erste Mal von Birgit Maifeld gehört habe, dass Sie ein Buch über das Glück schreibt und dazu das Kölsche Grundgesetz als Basis nimmt, war ich total begeistert. 
Bin ich doch selbst auch davon überzeugt, dass die Kölsche Mentalität entscheidend zu einer glücklicheren Lebensweise beitragen kann.
Klar, dass ich der Autorin sofort angeboten habe, das Buch auf meinem Blog vorzustellen. Dazu durfte ich sogar vorab schon mal einige Seiten lesen und ich wurde nicht enttäuscht. Im Gegenteil.


Aber erst einmal lasse ich die Autorin selber zu Wort kommen:

Birgit Maifeld über ihr Buch "Mäht nix"


Vor einigen Jahren habe ich einen Vortrag zum Thema Glück gehört. Bis zu dem Zeitpunkt dachte ich immer Glück hat was mit Zufall zu tun, dass es einen eigenen Forschungszweig dafür gibt, war mir völlig neu. Die Idee, dass Glück zu erforschen, fand ich dann aber so toll, dass ich angefangen habe, alles zur Glücksforschung zu sammeln. Zeitschriften, Bücher, Studien, Vorträge – immer auf der Suche nach der Antwort auf die Frage: Was macht Menschen glücklich und zufrieden? Vor zwei Jahren fiel mir dann auf, dass trotz unterschiedlicher Ansätze einige Faktoren immer wieder auftauchen und die kamen mir ziemlich bekannt vor: die Artikel des Kölschen Grundgesetzes!

So war die Idee zu meinem Buch geboren. Die Kölsche Mentalität als Rezept fürs glücklich sein, wenn das nicht mal ein Knüller ist! Und tatsächlich habe ich bei meinen anschließenden Recherchen jede Menge Parallelen gefunden und einiges von dem, was Wissenschaftler heute mit modernen Methoden herausfinden (wie z.B. den Placebo Effekt), ist als Kölsche Weisheit längst bekannt („Däm eine hilf die Salv, däm andere et Döppe“).

Nun ist das Glück für jeden individuell. Deswegen stelle ich in meinem Buch eine Reihe von Möglichkeiten vor, die dazu beitragen, das Glückskonto aufzufüllen. Immer verpackt in Geschichten aus dem kölschen Alltag und untermauert mit aktuellen Erkenntnissen aus der Wissenschaft. Da sollte für jeden was dabei sein und eins kann ich versprechen: Mit dem Buch bekommt ihr was zu lachen und das macht auf jeden Fall glücklich :-). 

Das Kölsche Grund Glücksgesetz


Birgit nimmt sich in ihrem Buch das Kölsche Grundgesetz Artikel für Artikel vor. Am Anfang jedes Kapitels stehen der Grund Glücksgesetzartikel, um den es geht, die Übersetzung in ein (auch für Imis) verständliches Deutsch und ein kleiner Überblick, was in dem Abschnitt auf den Leser zukommt. 

Um den Inhalt nochmals bildlich zu verdeutlichen, gibt es jeweils ein amüsantes Anekdötchen mit den zwei Kölner Originalen Tünnes und Schäl.
Am Ende des Kapitels stehen noch mal eine Zusammenfassung des Artikels sowie praktische Tipps zur (direkten) Umsetzung.

Es kommen aber nicht nur die 11 Artikel des Grundgesetzes zur Sprache. Birgit Maifeld stellt noch weitere Kölsche Sprichworte und Redewendungen vor, die alle mit lustigen Beispielen „us em Lääve“ garniert sind. Ob es dabei um den Umgang der Kölner mit dem Tod geht, ihre Abneigung gegenüber allem, was mit Schickimicki zu tun hat oder um ihre nie endende Liebe zum FC. Sie bietet damit dem Leser einen humorvollen Einblick in die Kölsche Mentalität. Bei manchen Erklärungen musste ich mich wirklich zurückhalten, um nicht laut loszulachen. Hat aber nicht immer geklappt ;). 

Wichtig ist es noch zu erwähnen, dass die jeweils zum Sprichwort passenden Beispiele aus der Glücksforschung, alle auf fundierten und gut recherchierten Fakten basieren. Es werden immer leicht verständliche Erklärungen mitgeliefert und mit Ergebnissen aus wissenschaftlichen und/oder psychologischen Studien untermauert. 

Birgit Maifeld mit ihrem Buch Mäht nix! Das Kölsche Glücksgesetz
Ich bin mir sicher, dass sich viele Kölner bzw. Rheinländer in diesem Buch wiedererkennen werden (ich singe zum Beispiel auch, wenn ich schlechte Laune habe. Hört zum Glück keiner). Und viele werden für ihr Verhalten endlich eine Erklärung finden (so weiß ich jetzt nämlich, warum ich in einem vollen Kleiderschrank nichts zum Anziehen finde). 


Fazit

Es ist wirklich verblüffend, wie viele Parallelen man zwischen jahrhundertealten Kölschen Weisheiten und gerade mal etwa 30 Jahre alten Erkenntnissen aus der Glücksforschung ziehen kann.
Die Autorin hat hier eine erfrischende und interessante Lektüre geschaffen, die man ruhig öfter lesen kann. Übrigens eignet sich das Buch auch wunderbar als Geschenk.
Für Kölner, für die, die es werden wollen und für die, denen ein bisschen mehr von der Kölschen Mentalität nicht schaden würde.

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