Ein Denkmal für ein Büdchen

Na gut. Denkmal ist vielleicht ein bisschen übertrieben. Aber in welcher Stadt erinnert man schon an einen Kiosk?

An der Ecke Kaiser-Wilhelm-Ring und Hermann-Becker-Straße findet man ein Glasmosaik auf dem Boden, das im ersten Moment überhaupt nicht auffällt.

Grundriss des Büdchens am Kaiser-Wilhelm-Ring

Erst wenn man die Inschrift liest, weiß man, worum es hier geht. An dieser Stelle stand von 1950-1997 das Büdchen von Heinrich Reintges. Er hat es seinerzeit selbst zusammen gezimmert (heute undenkbar) und scheint ziemlich beliebt gewesen zu sein. 
Zumindest mal bei seinem Stammgast, dem Künstler Martin Mlecko. Der hat nämlich, dem Büdchen nach dem Abriss ein Denkmal gesetzt, indem er die Grundfläche mit dunkelgrünen venezianischen Glasscherben auslegte. Derselben Farbe, die der Kiosk auch hatte. 
Gestiftet wurde das Ganze von der Allianz-Versicherungs-Aktiengesellschaft.  

Gedenkplatte am Bodenmosaik


Kommentare:

  1. Danke, wenn ich da mal in der Nähe bin werde ich es mir anschauen
    lg
    Gabi

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  2. Unter Taxifahrern bekannt als "Meineidsbud" . Dort konnte man 'Zeugen' und "Taxikonzessionen erwerben".

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  3. Hallo Dieter,
    danke für den Kommentar. Ist ja interessant, was an diesem Büdchen so abgelaufen ist :)

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  4. Ja die schön Ahl Meineidsbud :) hat auch zum grössten Teil von uns Taxifahrern gelebt (Y) un dä Kaffee kunnt mo drinke (Y) hatte ja auch einen sehr guten Standplatz da

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