Buchempfehlung: 111 Gründe Köln zu lieben

Eine Liebeserklärung von Jürgen Urig an die großartigste Stadt der Welt


Ja ja! Großartigste Stadt der Welt! Hört sich mal wieder ein klein wenig großkotzig an. 
Aber ich bin mir sicher, es gibt eine Reihe Kölner, die sagen: „Wie, der hat nur 111 Gründe gefunden, Köln zu lieben“. So sinn se halt. Die Kölner. 
Ich bin ja auch nicht viel besser. Vor allen Dingen finde ich es immer so toll, wenn solche Worte aus dem Mund (bzw. aus der Feder) eines Imis kommen. Jürgen Urig ist nämlich gebürtiger Saarländer. Nach mehreren Zwischenstationen verschlug es den Comedyautor Anfang der 90er nach Köln. 
Und er ist geblieben. 

Um jetzt den Kölnhassern Leuten, denen Köln nicht ganz so sympathisch ist, ein wenig den Wind aus den Segeln zu nehmen, gebe ich es zu: Es handelt sich hierbei um eine Buchreihe, die auch andere Städte wie beispielsweise Berlin, New York oder London als großartigste Stadt der Welt bezeichnet. 
Wenn sich jemand finden würde, der über Düsseldorf schreibt, hieße das Buch mit Sicherheit auch „Düsseldorf, eine Liebeserklärung an … „ ne, ne, dieser Satz kommt mir jetzt nicht auf meinen Blog ;)

Trotzdem: Jürgen Urig beschreibt die Stadt und ihre Bewohner wirklich auf eine herzliche und humorvolle Art und Weise. 
Beim Lesen dieses Buches hatte ich plötzlich tierische Lust, mich mal wieder ins Kölner Nachtleben zu stürzen. Ich bekam Hunger auf ein Schnitzel mit Bratkartoffeln und Durst auf ein Kölsch in (m)einer Veedelskneipe.

Neben der ganzen Schwärmerei gibt es aber auch ein paar ironische Spitzen, mit denen Urig charmant auf die Makel der Stadt hinweist. 
Er beschreibt das im Vorwort mit der Liebe in einer langjährigen Beziehung: "Nur wer alle Fehler seines Partners kennt, und ihn trotzdem akzeptiert, der liebt wirklich.“   

Fazit: Selbst wenn man als Kölner weiß, dass man seine Stadt liebt. Nachdem man dieses Buch gelesen hat, weiß man auch (wieder) warum. 


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