Der Brunnen von St. Kunibert…

…da wo in Köln die Babys herkommen

St. Kunibert ist die jüngste der 12 romanischen Kirchen in Köln. In der Krypta dieser Kirche befindet sich ein 17 Meter tiefer Brunnenschacht, der den Namen „Kunibertspütz“ (Kunibertsbrunnen) trägt. Um diesen Brunnen, auf den im Chorraum der Kirche eine Bodenplatte hinweist, rankt sich eine nette Legende.

Blick auf St. Kunibert

In Köln werden die Babys nämlich nicht wie anderswo vom Klapperstorch gebracht. Hier holt man sich den Nachwuchs aus dem Kunibertspütz.

Der Legende nach sitzt am Grunde des Brunnens die Jungfrau Maria und wacht über die noch ungeborenen Kölner Kinder. Sie umsorgt die kleinen Ströppchen liebevoll, spielt mit ihnen und füttert sie mit Brei.

Erst wenn eine Frau einen Schluck Wasser aus dem Brunnen trinkt, sucht Maria ihr ein passendes Baby aus und bereitet das Kleine 9 Monate auf die Welt außerhalb des Brunnens vor. Wenn es dann soweit ist, können die frischgebackenen Eltern den neuen Erdenbürger am Brunnen in Empfang nehmen.

Noch bis ins 19. Jahrhundert gab es in Köln den Brauch, bei unerfülltem Kinderwunsch einen Schluck Wasser aus dem Kunibertspütz zu trinken, um somit der Fruchtbarkeit auf die Sprünge zu helfen.

Und da es ja in Köln über so ziemlich jede Begebenheit ein Lied gibt, existiert natürlich auch ein Kunibäätspötzeleed.

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