"Das Portal" - ein Mystery Roman von Elke Pistor

Spannender Krimi um eine uralte Prophezeiung, die sich zu erfüllen droht 


Ich liebe Köln, ich liebe den Dom und ich habe eine Vorliebe für alles Mystische. Also war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis ich auf den Roman „Das Portal“ von Elke Pistor stoßen musste.

Domportal
Alleine schon die Vorstellung, dass sich in den alten Gemäuern der Kölner Kathedrale mystische Dinge abspielen könnten, hat mich total fasziniert.  
Und als ich dann auf der Rückseite des Buches auch noch etwas von uralten Prophezeiungen gelesen habe, war es eh um mich geschehen.


Das Portal, um das es in diesem Buch geht, ist das Petersportal. Dem rechten Portal auf der Westseite des Kölner Doms. Es könnte sich aber auch genauso um ein Portal zwischen einem alten und einem modernen Köln handeln oder um ein Tor zwischen einer fantastischen und einer realen Welt.

Der Inhalt 
Das Buch erzählt eigentlich zwei Geschichten. Die eine spielt im Jahr 1348:
Anna, die Tochter eines Steinmetzmeisters aus der Familie der Parler und Ordensschwester der Beginen begegnet dem Engel Halei.
Zwischen den beiden entwickelt sich eine zarte Liebe, für die Halei sogar zum Menschen werden will. Das aber will die Bruderschaft der Domherren mit allen Mitteln verhindern, da sie darin eine Gefahr für den Dom sieht.

Bei der im Jahr 2010 spielenden Geschichte, geht es um die Kommissarin Apollonia (Nia) Hallmann. Nach einem missglückten Polizeieinsatz, bei dem ihr Kollege ums Leben kam, findet Sie sich in einem Krankenhaus wieder. Dort trifft sie auf den Psychologen Elias.

Er ist ihr zwar nicht ganz geheuer, aber irgendwie fühlt sie sich doch auf eine seltsame Weise mit ihm verbunden. Als sie ihn aus den Augen verliert, und beginnt nach ihm zu suchen, spielen sich im Dom seltsame Dinge ab.
Wieder kommt die Bruderschaft der Domherren ins Spiel …

Spannung bis zum Schluss
Zwar ist schon klar, dass die beiden Handlungen irgendwie zusammengehören. Wie, das erfährt der Leser aber nur häppchenweise.
Man hat im Verlaufe des Romans genügend Zeit und Spielraum, um mit seiner eigenen Fantasie in das Geschehen einzutauchen.
Die Autorin erzeugt Spannung, indem sie genau im richtigen Moment wieder in die andere Zeit rüberschwenkt. Es vergeht praktisch kein Kapitel, indem man nicht neugierig ist, wie es weitergeht.

Elke Pistor hat einen, wie ich finde, flüssigen und auch sehr packenden Schreibstil. Sie nimmt in ihrem Roman den Leser mit in ein historisches Köln und lässt ihn dort an einem regen Markttreiben, an mittelalterlichen Bräuchen und an romantischen Momenten teilhaben.
Sie nimmt ihn aber auch mit in das heutige Köln, um ihm dort eine spannende Kriminalgeschichte zu präsentieren.

Fiktion und Wirklichkeit
Richtig ist, dass das Petersportal das einzige Portal des Doms ist, das, zumindest zum Teil, noch im Mittelalter fertiggestellt wurde.

Richtig ist auch, dass die Figuren an dem Portal von der Bildhauer- und Baumeisterfamilie der Parler erschaffen wurden.

Bei den Prophezeiungen handelt es sich nach Aussage der Autorin um reine Fiktion.
Aber wer weiß schon so genau, was sich in der damaligen Zeit in Köln so alles abgespielt hat. Oder ;-)


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