Papageienhaus und Mont Klamott

Das Herkuleshochhaus

Warum das Herkuleshochhaus auch Papageienhaus genannt wird, dürfte beim Anblick dieses bunten Wohnklotzes wohl jedem klar sein.

Herkuleshochhaus, Graeffstr.1

Das Haus wurde, und auch das ist unverkennbar, in den frühen 70er Jahren gebaut. Genau genommen wurde es 1972 fertiggestellt.

Der Architekt Peter Neufert hatte damals den Auftrag das erste „Super-Wohnhaus“ Kölns zu bauen. Herausgekommen ist dabei eben dieses 102 m hohe Gebäude mit dem, sagen wir mal, etwas ungewöhnlichen Anstrich.

Das Haus hat 31 Stockwerke und verfügt über ein eigenes Schwimmbad, eine Sauna und einen Partyraum mit Blick über die Stadt. Wenn man hinein möchte, muss man erst an einem Pförtner vorbei.

2005 wurde das Hochhaus mit der „Sauren Zitrone“ ausgezeichnet. Mit dieser „Auszeichnung“ macht der Kölner Verkehrsverein auf Gebäude, Plätze und Parkanlagen aufmerksam, die „wegen ihres bedauerlichen Zustandes oder ihrer misslungenen Architektur das Stadtbild entscheidend stören“.

Also ich selbst habe mich ja in den letzten 40 Jahren an den Anblick des Papageienhauses gewöhnt, und für mich fällt es eindeutig in die Rubrik „Vor Hässlichkeit schön“.


Der Herkulesberg

Wie das Herkuleshochhaus trägt auch der Herkulesberg seinen Namen aufgrund der Lage in der Nähe der Herkulesstraße.

Fuß des Herkulesberges (von der Inneren Kanalstraße aus)


Der Herkulesberg ist der höchste von insgesamt 11 Trümmerbergen in Köln.
Er ist also durch Schutt und aufgeschütteten Trümmern aus dem 2. Weltkrieg entstanden.
Deswegen wird er von den Kölnern auch „Mont Klamott“ genannt.

Er hat eine Höhe von etwa 25 m (72 m über NN, nicht unbedingt riesig, aber hoch genug um vom Fahrrad abzusteigen und zu schieben :-).



Der Mont Klamott liegt zwischen der Inneren Kanalstraße und dem Mediapark und erstreckt sich dort über 130000 m². Also ein ganz schön großes Fleckchen Grün mitten in der Großstadt, wo man sich wunderbar zurückziehen kann und (wenn man Glück hat) oft auch kaum einer Menschenseele begegnet.

Übrigens kommt der Mont Klamott auch in dem Klassiker „Mer losse d`r Dom en Kölle“ von den Bläck Föös vor: „D’r Mont Klamott, dä hieß ob eimol Zuckerhot, do köm dat Panorama schwer en Brass.“

Kommentare:

  1. Toller Artikel, liebe Monika. Die "saure Zitrone" sollten sie überall einführen : )

    LG Kerstin

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  2. Da gebe ich dir absolut recht:-)

    Auch in Köln gibt es noch eine ganze Reihe weitere Kandidaten, die diese "Auszeichnung" verdient hätten.

    Vielen Dank für deinen Kommentar und einen schönen Start in die Woche.

    LG Moni

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  3. Hallo Monika....guten Tag !
    Mich gibt's noch, aber leider nicht mehr ganz der Alte.
    Schaue mal bitte hier,
    https://www.flickr.com/photos/eagle1effi/15433270427/
    hierhin habe ich dein Papageienhaus verlinkt.
    Wenn du Lust hast, kannste du dir auf meiner Flickr Seite
    die aktuellen Fotos anschauen u. erahnen was aktuell mit mir los ist.
    Ich melde mich wieder.
    Bis dann.
    Wünsche einen schönen Sonnentag und liebe Grüße
    ......Manfred

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