Die Antoniterkirche - benannt nohm „Ferkestünn“

Die Antoniterkirche ist die älteste evangelische Kirche Kölns und nach dem Dom das meistbesuchte Gotteshaus der Stadt.

Antoniterkirche auf der Schildergasse
Die Antoniterkirche steht so ziemlich in der Mitte der Schildergasse, Kölns bekanntester Einkaufsstraße. In den Jahren zwischen 1350 und 1378 errichteten die Angehörigen des Antoniterordens an dieser Stelle ein Kloster, zu dem auch die Kirche gehörte.

Dass die Antoniterkirche heute eine evangelische Kirche ist, ist den Franzosen zu verdanken.
Während der französischen Besatzung in Köln wurde den Protestanten erstmals erlaubt, ihre Gottesdienste öffentlich abzuhalten. 

Zu diesem Zweck sprach man ihnen die Antoniterkirche sowie die unmittelbaren Nachbargebäude zu. 
Unter der Leitung von Ferdinand Franz Wallraf wurde die Kirche drei Jahre lang umgebaut und an die Bedürfnisse eines evangelischen Gottesdienstes angepasst.

Hier geht es zur Homepage der Antoniterkirche, auf der Sie die ganze Geschichte nachlesen können >>>www.antonitercitykirche.de 

Aber wer ist denn nun der „Ferkestünn“?
Antonius der Große, der Namensgeber und Schutzpatron der Antoniter, gilt als der erste christliche Mönch und wird auch als „Vater der Mönche“ bezeichnet.

Quelle: http://www.zeno.org
Zenodot Verlagsgesellschaft mbH
Auf Bildern oder Gemälden wird Antonius der Große häufig mit einem Schwein dargestellt. Genau wie hier rechts auf dem Ölgemälde von Hans Memling „Madonna mit heiligem Antonius und Stifter“. 

Daher gab man ihm im Rheinland eben den Namen „Ferkestünn“. Anderorts wird er auch Fackentoni, Sautoni, Fickeltünnes, Schweineanton, Schweine-Tünnes, Swinetüëns, Swine Tüns, Swinetöns, Ferkes Tön, Ferkeltoni oder de Säu-Tünn genannt.

Das Schwein symbolisiert zum einen die Versuchungen, denen er als Einsiedler in der Wüste zu widerstehen hatte.
Vorherrschend steht das Schwein an Antonius Seite aber für die Schweinehaltung der Antoniter.  

Der Antoniterorden hat es sich seinerzeit zur Hauptaufgabe gemacht, Menschen zu pflegen, die am sogenannten Antoniusfeuer erkrankt waren. Einer Krankheit, die (das weiß man heute) durch pilzbefallenes Getreide verursacht wurde.

Existieren konnte der Orden durch Spenden, Sammlungen und auch dadurch, dass sie ihr Vieh, vorwiegend Schweine (Antoniusschweine), frei rumlaufen und von der Bevölkerung kostenlos aufziehen ließen.  

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