Der Richmodisturm...

...eigentlich viel zu eng für zwei Pferde, oder?


In der Richmodstraße direkt am Neumarkt steht ein achteckiger Turm, aus dem ganz oben zwei Pferdeköpfe rausgucken.

Richmodisturm in der Richmodstraße

Dieser Turm erinnert an die Richmodis Sage.
Eine bekannte Sage aus Köln, die zu meiner Zeit den Kindern in der Schule schon erzählt wurde. Heute ist das wohl (leider) nicht mehr so oft der Fall.

Jedenfalls soll es sich im 14. Jahrhundert abgespielt haben, als Köln vom „schwarzen Tod“, also von der Pest heimgesucht wurde. >> Hier können Sie die Sage noch einmal nachlesen. 

Aber haben Sie sich schon einmal überlegt, wie die beiden Pferde eigentlich diesen engen Turm hochgekommen sein sollen?
Nun die Antwort ist einfach: Gar nicht!
Ursprünglich schauten die Pferde nämlich überhaupt nicht aus dem Turmfenster raus. 
Der Legende nach brachte Mengis von Aducht zum Gedenken an das Ereignis die beiden Pferdeköpfe am Fenster des Dachbodens an. Bis zum Zweiten Weltkrieg schauten die Pferde auch noch aus einem Fenster im obersten Stock heraus.

Der Turm der heute in der Richmodstraße steht, ist 1928 im alten Stil erbaut worden, und erst als das darunter liegende Gebäude im Krieg völlig zerstört wurde, brachte man die Pferdeköpfe zur Erinnerung an die Sage am Turm an.

Auf diesem alten Bild hier, sieht man die Pferde noch aus dem Dachbodenfenster rausschauen. 


Quelle: http://www.zeno.org - Zenodot Verlagsgesellschaft mbH

O.k., ganz so einfach kommen zwei Pferde wahrscheinlich auch nicht auf den Dachboden rauf, geschweige denn, wieder runter.
Aber das ist auch eigentlich nicht so wichtig, oder? Hauptsache ist doch, wir haben unsere Richmodis Sage ;-)

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